Rückreise aus Korea – schwieriger als erwartet – Flughafenkulinarisches

Zu unserer grossen Überraschung sind wir noch in Korea und schreiben unserem Blog-Beitrag über das freie Wifi des Flughafen Seoul/INC. Da hatten wir Probleme bei der Einreise und Ausreise von und nach Nord/Südkorea erwartet und nun hängen wir aufgrund eines technischen Defektes fest.  Die Techniker arbeiten dran…nächste Info gibt es um 14.00 nein 17.00 nein 18.00 Uhr …jetzt Gatetausch aber kein Flieger. Start wäre 10.55 Uhr gewesen. Wir sassen schon sicherheitseingewiesen startklar im Flieger und jetzt rätseln wir, was der Aufkleber  AOC-I bedeutet, den wir beim Aussteigen angeheftet bekamen.

Tja, wenn wir das geahnt hätten, dann hätten wir gestern bei der Abschlussveranstaltung der Unicon die Einladung einer Koreanischen EinradlerFamilie zum Strandausflug doch annehmen können. Auch hätten wir bei unserer Barwirtin noch ein Bierchen mehr trinken können, denn das frühe Aufstehen war rückwirkend betrachtet nicht zielführend.

Jetzt gab es freie Wahl Flughafenessen im Wert von 10.000 Won – Salat und ClubSandwich sehr lecker und die Gelegenheit ein paar Zeilen zu Flugreisendenverpflegung und viele Essensfotos zu präsentieren.

Hier im Flughafen befindet sich übrigens die Oversized Gepäckabgabe direkt neben BurgerKing, da sollte man sich doch so seine Gedanken machen, ebenfalls wenn das Fastfood als Lotteria angeboten wird. Nett daher kommt dafür die Wurst am Stil. Im Ansan fanden wir auch eine nette Variante des Reclings, wo neben der Hunde und Tier-Klinik gleich ein Aufsteller für Essen stand und uns an unser Hundefleischessen erinnerte ;-).

Hier aber DAS wichtigste Essensbild unserer Reise: Der ominöse Koryo Burger:

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Wir fanden ihn völlig OK, haben uns aber gefragt, warum die Nordkoreaner nicht eine Kreation aus ihrer sehr leckeren Küche anbieten. Das gleiche gilt für das pseudo-europäisch Essen/Frühstück, welches wir mehrmals serviert bekommen haben. Wir haben in Nordkorea keine Wahl gehabt, was die Auswahl der Lokale betrifft und nur selten wurden wir gefragt, was wir essen wollen. Wir haben deshalb nur in für Touristen ausgewählten Restaurants essen dürfen, die immer der gehobenen Gastronomie angehörten. Viele von ihnen wurden auch von (wohlhabenden?) Koreanern besucht, insofern haben wir unterm Strich doch viel typisch koreanisches – incl. Hundefleisch – gegessen. Was wir nie begriffen haben, wann und warum unsere Reisebegleiter manchmal mit und machmal getrennt von uns gegessen haben.

Neben Frühstück meistens 2 warme Mahlzeiten – soviel essen wir sonst nie …entsprechend haben wir im Süden etwas kürzer und dafür mehr die Einradpedale getreten. In Südkorea haben wir selbstbestimmt kleine Lokale besucht und dort viele Gerichte vorgefunden, die wir aus dem Norden kannten, z.B. Kalte Nudelsuppe, die mit süssem Essig und Senf gewürzt wird, Reisküchlein, Barbeque mit Grillem am Tisch etc. Und die Spezialität Kimchi, fermentierter und mit Chilipaste eigenlegter Kohl oder Rettich schmeckte uns in Nord und Süd gleichermaßen lecker. Auch Fertigsuppe haben wir getestet.

Zum Abschluss noch die Frage, die wir immer wieder gestellt bekommen: Sind arme Nordkoreaner nicht so hungrig, dass sie Gras essen müssen? Wir gehen davon aus, dass dies eine Fehlinterpretation von zufällig geschossenen Bildern ist, die dadurch, dass man mit den Menschen nicht reden darf und kann und der doch oft spärlichen-vagen Aussagen der Reisebegleiter zurückzuführen ist, die ungerne zugeben, dass es auch im sozialistischem Norden eine Armut-Reichtumsgefälle gibt. Die „Graspflückenden“ Koreaner haben wir in Nord und Süd gesehen und waren unserer Interpretation Landschftsgärtner, die den Wildwuchs aus dem sonst markelosen Grünanlagen gestochen haben. Folgendes Bild stammt übrigens aus Ansan:20180801_025739

 

 

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