Wieder ein Lebenszeichen – 5ter bis 7ter Tag

Hallo Deutschland,

jetzt waren wir zweimal in Hotels, in denen wir mit unserem Email-Wunsch zu spät waren. Freitag im sehr luxoriösen 5-Sterne-Hotel im Skiresort, das nur wenige Gäste, aber ein tolles Schwimmbecken und einen Panoramablick auf eine riesige 24-Stunden-Baustelle mit musikalischem Animationsprogramm bot. Tolles Gelände und wir sind in Begleitung eines extra für uns (aus Sicherheitsgründen) georderten Krankenwagens einen großen Teil der Anfängerpiste uphill und downhill geEinradelt. Zwei Guides, ein Hotelmanager, ein Busfahrer plus drei im Krankenwagen… für zwei VIP Einradler…
wer hat außer uns noch mehr Leibwächter???

Am nächsten Tag haben wir die aus dem Buch „Kim und Struppi“ bekannt gewordene ominöse Regenbogenrutsche gesehen. Sie steht im Kinderferienlager in Wŏnsan, welches Disney in der Architektur kaum nachsteht, aber gemeinsames Lernen stärker in den Vordergrund stellt. Da es gerade für das internationale Camp (Anfang August) hergerichtet wird, haben wir es fast menschenleer bestaunen dürfen. Weiter ging es in holpriger Fahrt mit durchschnittlich 40 km/h und einer Außentemperatur in fast gleicher Höhe zum Diamantgebirge. Unterwegs gab es den Hafenmolenspaziergang in der Mittagshitze (für Meiky unterm Regenschirm :-)) und ein üppiges Fischmittagessen. Hitze ist übrigens für die Frauen in Korea Anlass zur Pracht-Schirm- und Hutparade. Maleika hält schon Ausschau nach dem entsprechenden Souvenir. Eine LPG wurde ebenso besucht wie der Strand des Ostmeeres (Bad inklusive) – keine 500 Meter entfernt davon wäre ein Schlammbad im Süßwassersee möglich gewesen.

Lustig war der Abend vor dem Hotel, das streng bewacht im Kŭmgangsan ganz nah an der Grenze zu Südkorea liegt. Unserere beiden begleitenden Paks haben das Einrad für sich entdeckt und machen darauf schon eine gute Figur. Auch der Türsteher im Livree hat sich unbemerkt das 32 geschnappt… und sammelte schmerzhafte Erfahrungen im Männerbereich… als Trostpflaster bekam er ein Tütchen Gummibärchen.

Am Sonntag führte uns ein typisch koreanischer Sonntagsausflug erst zum Drei-Tage-Ruhe-See (eine Stunde Spaziergang) und dann hinauf zu einem Wasserfall im Diamantgebirge, welches im Sommer eigentlich Feengebirge, im Herbst Sing- und Tanz und im Winter wie auch immer heißt. Nach drei Stunden Wanderung bergauf und bergab den klaren Gebirgsbach entlang ging es dann im klimatisierten Bus die gesamte Holperstraße zurück nach Pyongyang durch Libellenschwärme und entspannt im Meer oder Schatten mittagspausierende Koreaner. Zwischendurch „Hände-Waschen-Pause“ mit leckerem Eiskaffee für einen Euro die Dose. Nach fünf Stunden „Autobahnfahrt“ mit durchschnttlich 50 km/h durften wir im 44ten Stockwerk des Koryo-Hotels mit Blick auf das nächtliche Pyongyang im Drehresaurant zu Abend speisen, bei internationaler klassischer Musik und leckerem nichtkoreanischen Essen ohne Guides.

Die nächsten drei Nächte sind wir in der Provinz in der Region Kaesŏng unterwegs… vermutlich ohne Email- und Telefoniermöglichkeit.

Liebe Grüße MKG und ANS

3 Kommentare zu „Wieder ein Lebenszeichen – 5ter bis 7ter Tag

  1. Hallo Niko,
    zu Deinem Geburtstag wünschen wir Dir alles erdenkliche Glück und vor allem stabile Gesundheit.
    Mit den bisherigen Zeilen im blog ist ja schon angedeutet, welch interessante und vor allem seltsame Urlaubs-Reise Ihr da in der Ferne erlebt. Respekt Euch beiden für den Elan und die weiteren Vorhaben.
    Brüderliche Grüße aus Moskau
    auch im Namen von Jutta

    Gefällt mir

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